Unsicherheit über Sonderausschreibungen liegt über Onshore-Auktion

4. September - 2018
Die Onshore-Windbranche kann auf eine entspannte dritte Auktion in diesem Jahr zurückblicken. Alle zugelassenen Gebote erhielten Zuschläge. Der durchschnittliche Förderpreis ist mit 6,16 Cent/kWh in der Nähe des ausgeschriebenen Höchstpreises.

Während die Bundesnetzagentur einen „nur noch recht schwachen Wettbewerb“ beobachtet, reagiert die Branche gespannter: Grund dafür seien Unsicherheiten im Markt, die nur die Politik auflösen könne, wenn sie endlich mal sagte, wie es mit den angekündigten Sonderausschreibungen weitergehen soll.

Die dritte Onshore-Wind-Ausschreibung der Bundesnetzagentur in diesem Jahr hat sich in ruhigem Umfeld abgespielt. Alle zugelassenen Gebote erhielten auch einen Zuschlag, so die Behörde. Der durchschnittliche Förderpreis von 6,16 Cent/kWh liegt etwas über dem der vorangegangene Auktion (5,73 Cent/kWh) und in der Nähe des ausgeschriebenen Maximalwertes. Aus Sicht der Agentur dokumentiert das den „nur noch recht schwachen Wettbewerbsdruck“. Der VDMA-Fachverband Power Systems dagegen hält den Wettbewerb für „intakt“. Es habe sehr unterschiedliche Bewerber und unterschiedliche Gebote gegeben. Unsicherheit bringe allein die Politik in den Markt. Die könne beispielsweise behoben werden, wenn endlich die Rahmenbedingungen für die groß angekündigten Sonderausschreibungen veröffentlich würden. Auch der BWE kritisiert das „politische Verwirrspiel“ um diese Sonderausschreibungen. BWE-Präsident Hermann Albers sieht so schon den „Fadenriss beim Zubau“ im kommenden Jahr als kaum noch zu vermeiden. Um das 2020 nicht zu wiederholen, müsse endlich bekannt werden, wo die Reise hingehen soll.

Quelle: energate Messenger
Originaltitel: Schwacher Wettbewerb in dritter Ausschreibung
Artikelzusammenfassung von www.pressetrend.de

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