Nur mit sinnvollem Mix zwischen Wind und Solar lassen sich Systemkosten niedrig halten

17. Dezember - 2018
Carsten Pfeiffer vom BEE hält 100 Prozent erneuerbare Energien bei „mutiger Politik spätestens in der Mitte des Jahrhunderts“ für erreichbar. Jens Roseneck von Schneider Electric bezeichnet „Speicherung und intelligente Vernetzung“ als wichtig. Matthias Zelinger vom VDMA sagt: Nur mit einem sinnvollen Technologiemix zwischen Wind und Solar lassen sich die Systemkosten niedrig halten.

Carsten Pfeiffer vom BEE wird in der Wirtschaftszeitung „Produktion“ mit den Worten zitiert: „Sollte der CO2-Preis in den nächsten Jahren in vergleichbarem Umfang ansteigen wie in den vergangenen zwölf Monaten, wird die EEG-Umlage in den nächsten Jahren deutlich sinken.“ Die Entwicklung bei der Photovoltaik sei „atemberaubend“. Und: „Mit einer mutigen Politik, die den Umbau konstruktiv gestaltet, können wir 100 Prozent erneuerbare Energien spätestens in der Mitte des Jahrhunderts erreichen.“ Jens Roseneck von Schneider Electric: „Was uns heute weit intensiver beschäftigt als Skalierungs- und Effizienzprojekte bei Wind und Solar, ist die Systemintegration: bidirektionaler Lastfluss, notwendige Intelligenzen, Netzausbau, Integration von Speichern. Alles, was Speicherung und intelligente Vernetzung ermöglicht, wird an Bedeutung gewinnen. Netze müssen konsequent digitalisiert und ihr Ausbau vorangetrieben werden.“ Matthias Zelinger vom Verband VDMA zu Wind versus Solar: „Solaranlagen haben aufgrund der geringeren Sichtbarkeit ein kleineres Akzeptanzproblem in der Bevölkerung als Windkraft. Kostenseitig sind die Technologien vergleichbar. Momentan ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Wind und Solar. Der Ausgang ist stark abhängig von den spezifischen Standortbedingungen. Technologieneutrale Ausschreibungen sind jedoch kritisch, solange das Kriterium nur die kWh-Vergütung ist. Dies stärkt diejenige Technologie mit dem aktuellen Kostenvorteil, sorgt langfristig für Ungleichgewichte und deutlich höhere Systemkosten. Hat hier etwa PV die Nase vorn, so werden die Produktionspeaks um die Mittagszeit aufgrund der zunehmenden Sonneneinstrahlung immer höher. Nur mit einem sinnvollen Technologiemix lassen sich die Systemkosten niedrig halten.“

Quelle: Produktion (Auflage: 41.870) Seite 10-11 Michael Nallinger

Artikelzusammenfassung: www.pressetrend.de

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