CO2-Zertifikate in der EU sollen deutlich teurer werden

22. Februar - 2018
Die EU will die CO2-Zertifikate in den nächsten Jahren deutlich verteuern.

Das EU-Parlament stimmte für einen Plan, der die Zahl der handelbaren Zertifikate von 2021 bis 2030 deutlich verknappt und so die Preise für die Tonne CO2 von derzeit rund 8,50 Euro auf 35 Euro heben soll. Als Folge soll der Ausstoß der vom Zertifikatehandel erfassten Firmen in der EU um über 40 Prozent gegenüber 2005 sinken. Die Mitgliedsstaaten müssen dem noch zustimmen.

Der Emissionshandel in der EU soll ein neues Gerüst bekommen. Das hat das EU-Parlament beschlossen. Damit sollen die Zertifikate deutlich verteuert und der Klimaschutz in der EU vorangebracht werden. Konkret: Analysten erwarten, dass sich der Preis für die Tonne CO2 durch die Reform von 8,50 auf etwa 35 Euro erhöhen werde. Erreicht werden soll das auf marktwirtschaftlichem Weg, indem die Zahl der am Markt verfügbaren Zertifikate signifikant reduziert wird. Zwischen 2021 und 2030 soll sie jährlich um 2,2 Prozent zurückgehen. Und weitere 2,2 Milliarden Zertifikate werden in eine Reserve gesteckt. Die Mitgliedsstaaten müssen das Konzept noch billigen, damit es ab 2021 greifen kann. Das Programm soll dazu führen, dass die rund 11.000 vom Zertifikatehandel erfasste Unternehmen in der EU bis 2030 mindestens 43 Prozent weniger CO2 ausstoßen als 2005.

Quelle: wiwo.de, 06.02.2018

Artikelzusammenfassung von www.pressetrend.de

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